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Laufschuhe

Laufen - Jetzt! Die wichtigsten Tipps zum Thema Laufschuhe

Du willst mit dem Laufen beginnen oder an einem Laufwettkampf teilnehmen? Bevor du durchstartest stellt sich vor allem eine Frage: Wie finde ich den richtigen Laufschuh? Mit etwas Vorwissen wählst du sicher den passenden Schuh, der deinen Laufgewohnheiten optimal gerecht wird. Ein guter Laufschuh ist ein echter Mehrwert für jeden Läufer, zumal die Designs absolut fantastisch sind. Get ready!

These shoes are made for running: Die Wahl der richtigen Laufschuhe ist der erste Meilenstein deiner Lauf-Challenge!

Der Laufschuhmarkt ist immer in Bewegung. Trends kommen und gehen und manch eiserne Laufschuh-Regel gilt inzwischen als überholt. Hersteller entwickeln immer wieder neue Technologien und Materialien und auch die Laufforschung steht nicht still. Gut so, denn so findet sich für jeden Fuss der richtige Schuh. Damit du dich im Laufschuh-Universum zurechtfindest, haben wir dir einen Wegweiser zum wichtigsten Werkzeug für Läufer zusammengestellt.

Wo läufst du?

Der Laufschuh ist die essentielle Verbindung zwischen dem Boden und deinem Fuss. Dass der Untergrund eine nicht unwichtige Rolle spielt, ist schnell erklärt: Wer häufig bzw. notgedrungen auf Asphalt läuft, braucht unter Umständen eine höhere, gelenkschonende Dämpfung. Laufen im Park oder auf Waldwegen ist ideal für Anfänger, da es die ohnehin schon hohe Aufprall-Belastung reduziert. Gelände- bzw. Trail Running Schuhe zahlen sich besonders auf sehr unebenen Strecken aus und sind im Winter und bei Regenwetter eine wasserfeste und trittsichere Alternative zu normalen Laufschuhen.

Wie häufig läufst du?

Eine Regel lautet: Wer als Laufeinsteiger weniger als 3 x pro Woche und nicht mehr als 10 Kilometer dabei absolviert, kommt mit einem Paar Laufschuhe aus. Wer häufiger unterwegs ist und das Verletzungsrisiko minimieren will, sollte sich ein zweites Paar zulegen und im Wechsel trainieren. Die Abnutzung der Laufschuhe hängt ausserdem mit deinem Gewicht, Laufstil und der Beschaffenheit des Schuhs zusammen. Zum Beispiel kann eine 60 kg leichte Person 1000 Kilometern mit einem Paar herunterlaufen. Ein 100 kg schwerer Läufer könnte sich dagegen bereits nach 600 Kilometern nach einem neuen Paar Schuhe umsehen. Mit Laufequipment wie einer Pulsuhr oder praktischen Running-Apps kannst du deine zurückgelegen Kilometer verfolgen und vergleichen.

Gibt es „spezielle Laufschuhe“?

Als Laufanfänger beispielsweise benötigst du keine speziellen Schuhe. Verlass dich bei der Wahl auf dein erstes Gefühl beim Tragen, du solltest dich schon beim Einsteigen und Probetragen absolut wohl in dem Laufschuh fühlen. Zwischen Männer- und Frauenfüssen gibt es erhebliche anatomische Unterschiede, die auch beim Kauf berücksichtigt werden sollten. Ladies, greift also zu Damenlaufschuhen! Generell gilt ausserdem: Je höher dein Tempo, desto leichter sollte der Laufschuh sein.

Wie wichtig ist die Fussstellung? Erfahre mehr zum Thema Pronation!

Der Begriff der Pronation beschreibt das Abrollverhalten des Fusses nach innen, welches wiederum durch die individuelle Fussstellung beeinflusst und deswegen eine wichtige Rolle beim Laufschuh-Kauf spielt. Je nach Pronation werden Laufschuhe unterschiedlich konzipiert und kategorisiert. Das Motto „Viel hilft viel!“ gilt jedoch mittlerweile als überholt, denn zu viel an Dämpfung, Stabilität und Führung ist nicht unbedingt das Beste. Besser: Schau dir deinen Fuss an und mach ggf. einen Fussabdruck auf einem Blatt Papier. Im Netz findest du Anleitungen wie du deine Fussstellung bzw. Pronation anhand dieser simplen Methode feststellen und so den passenden Laufschuh wählen kannst. Wer von einer Über- bzw. Unterpronation des Fusses betroffen ist, braucht einen Schuh, der diese Fehlstellung beim Laufen ausgleicht. Damit hilft dir der Laufschuh, Verletzungen und Problemen beim Laufen vorzubeugen. Behalte auf jeden Fall die Entwicklung deiner Fussstellung im Auge.

Neutrale Laufschuhe: Dein Fuss ist weder stark nach innen noch nach aussen geknickt? Super! Dann sind neutrale Laufschuhe die Richtigen. Sie haben ein Mindestmass an Stabilität und Dämpfung, die ein gesunder Fuss beim Laufen benötigt.

Dämpfungs-Laufschuhe: Wenn dein Fuss beim Laufen eher nach aussen knickt oder du einen Hohlfuss, d.h. ein erhöhtes Längsgewölbe hast, benötigt dein Fuss eine weiche Dämpfung. Oft ist bei der sog. Supination bzw. Unterpronation bei alten Laufschuhen der äussere Rand sichtbar abgelaufen. Eine gute Dämpfung kann bereits bei Neutrallaufschuhen ausreichend vorhanden sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, testet zusätzlich Dämpfungs-Laufschuhe.

Stabil-Laufschuhe: Ein leichtes Einknicken der Füsse nach innen ist normal und dient als natürlicher Aufprallschutz. Ob du dagegen eine Überpronation hast, erkennst du, wenn dein Fuss übermässig einknickt, dabei womöglich auf Dauer Schmerzen verursacht, oder deine alten Laufschuhe an den Innenseiten stark abgenutzt sind. Auch hier bieten bereits Neutral-Laufschuhe manchmal ausreichend Stabilität. Teste im Zweifelsfall immer neutrale Laufschuhe und die stützende Alternative.

Laufschuhe mit Pronationsstütze: Für einen Fuss, der stark überproniert, gibt es Laufschuhe mit einer speziellen Pronationsstütze. Sie stützt deinen Fuss an der Innenseite. Beachte aber auch: Eine zu starke Stütze ist laut Experten in vielen Fällen häufig zu viel des Guten. Die Ursache der Überpronation, eine schwache Fussmuskulatur, kann bereits mit einem Fusstraining verbessert oder z.B. durch einen Neutrallaufschuh mit einer Sporteinlage korrigiert werden. Teste daher stabile und neutrale Modelle und solche mit einer extra Pronationsstütze, um herauszufinden welcher am besten geeignet ist.

Welche Schuhe sind geeignet für Lauftraining und Wettkampf?

Dein erster Halb- oder Marathon liegt vor dir und du willst richtig Tempo aufnehmen? Oder plagen dich trotz Lauferfahrung immer wieder kleine Verletzungen durch Fehl- und Überbelastungen? Dann sind minimal gestützte Laufschuhe die Lösung für Schnelligkeit und Training sowie Stabilisierung der Fussmuskulatur.

Natural Running Schuhe / Leichte Laufschuhe: Lightweight Trainer sind nicht nur in der Freizeit sehr beliebt. Für den Wettkampf, bei Sprints oder Training sind die Leichtgewichte von ca. 250 - 300 Gramm je Schuh bestens geeignet. Der minimalistische, flache Sohlenaufbau bietet dir ein Barfusslaufgefühl. Es kann jedoch für untrainierte, schwere oder Überpronations-Läufer gerade zu Beginn zum Verhängnis werden, da es die Fuss- und Beinmuskulatur deutlich mehr beansprucht. Wenn du vorher immer Dämpfungs- oder Stabillaufschuhe getragen hast, trainiere mit Lightweight Schuhen vorerst nur kurze Strecken zur schonenden Eingewöhnung. Wettkampfläufer geben mit leichten Laufschuhen noch einmal richtig Speed, wenn es darum geht noch die letzten Sekunden zu schlagen. Extreme Natural Running Schuhe sind z.B. die Five-Finger-Modelle, die wie eine Socke den Fuss umschliessen und das Barfussgefühl noch näher bringen.

Wann lohnen sich Gelände- bzw. Traillaufschuhe?

Du bist gern und oft in unwegsamen Gelände, auf matschigen Wiesen und auf verwurzelten, steinigen Wegen unterwegs? Traillaufschuhe sind unter derartigen Bedingungen und schlechtem Wetter die beste Wahl. Aussen- und Zwischensohle sind so aufgebaut, dass sie dir besseren Bodenkontakt gewährleisten als normale Laufschuhe. Ein wasserdichtes oder –abweisendes Obermaterial ist schmutzresistenter und robust gegen Felskanten, Wurzeln oder Dornen, allerdings auch anfälliger für Schweissfüsse. Zusätzlich wird dein Fuss durch eine verstärkte Zehenbox geschützt.

Welche Laufschuhe brauche ich im Winter?

Laufen geht bekanntlich immer, auch im Winter. Jetzt gibt es keine faulen Ausreden mehr, denn selbst bei Minustemperaturen ist Laufen durchaus gesund. Mit der kalten Jahreszeit steigt der Anspruch an einen Laufschuh, denn rutschige Wege, Salzkrusten und Kälte setzen dir und dem Schuh zu. Traillaufschuhe leisten im Winter aufgrund ihrer griffigen Aussensohle gute Dienste und Modelle mit Gore-Tex Membran schützen vor Nässe. Halte auch Ausschau nach speziellen Wintermodellen deines Laufschuhs.

Worauf muss ich bei der Anprobe achten?

Wer Laufschuhe kauft, kann idealerweise gleich mehrere Paare zu Hause in Ruhe testen. Bedenke, im Laufe des Tages dehnt sich der Fuss durch Bewegung und Wärme aus. Teste deine Laufschuhe daher am besten nachmittags oder am Abend. Als Faustregel für die Grösse gilt: ca. einen Daumen breit Platz vor dem grossen Zeh. Das Tragen von Laufsocken oder Kompressionsstrümpfen vermittelt dir das direkte Tragegefühl. Nimm dir genug Zeit dafür, jogge und springe auch ein wenig umher und trage die Schuhe eine Weile. Der Schuh sollte an keiner Stelle weder drücken noch umherrutschen. Achte beim Tragen ganz auf dein subjektives Gefühl.

Welche Laufschuh-Marken gibt es?

Bei uns findest du sämtliche renommierte Laufschuhhersteller von adidas bis Zoot, die jeweils spezielle Laufschuh-Serien anbieten. Die Frage nach dem Preis ist daher ebenso relativ. Hochwertige Laufschuhe sind immer eine lohnenswerte Investition, was nicht heisst, dass teure Schuhe auch gleichzeitig die besten Schuhe für dich sind. Wenn du bereits eine Marke hast, die voll und ganz deiner Zufriedenheit entspricht, bleib gern dabei. Auch ein Markenwechsel kann eine gute Erfahrung sein, besonders für fortgeschrittene Läufer. Ein Tipp: Erschwingliche Auslaufmodelle aus der vergangenen Saison findest du in unserem Laufschuh-Sale!

Wie schnüre ich meine Laufschuhe richtig?

Ebenso wichtig wie Konstruktion, Sohle und Obermaterial ist auch die Schnürung ein essentieller Teil des Laufschuhs. Gerade bei Füssen mit hohem Spann kommt es bei zu fester Schnürung schnell zu Druckstellen, was besonders bei langen Läufen schmerzhaft und hinderlich sein kann. Wenn du einen Druck auf dem Fussrücken verspürst, probier’s mal mit der Parallel-Schnürung. Hier verlaufen die Schnürsenkel, statt überkreuz, unterhalb des Obermaterials und verteilen bzw. vermindern so den Druck. Alternativ kannst du auch einfach ein oder zwei Löcher auslassen beim Schnüren.

Was tun gegen Schweissschuhe und Schmutz? Die richtige Laufschuhpflege.

Laufschuhhersteller tun alles, damit der Schuh während des Laufens nicht zur feucht-warmen Tropenzone mutiert. Das Tragen von Laufsocken ist wirksam gegen Schweissfüsse und Blasenbildung, denn Baumwollsocken geben die entstehende Feuchtigkeit nicht ab, was dann unangenehm auf der Haut scheuert. Aber da wir nun mal trotz Laufsocken ein wenig schwitzen, solltest du deine Schuhe nach dem Laufen immer gut lüften. Bei Vielläufern kommt hier die Sache mit dem zweiten Paar wieder ins Spiel. Schmutz entfernst du am besten gleich mit lauwarmen Wasser und einem weichen Schwamm. Mit Zeitungspapier entziehst du dem Schuh langsam die Nässe. Waschmaschine und Trocknen in der prallen Sonne sind absolut tabu, denn zu viel Hitze und Feuchtigkeit zerstören die Schuhe.