Wie der Fascinator seinen Weg auf moderne Köpfe fand
Der Fascinator, so zart er wirkt, hat eine ziemlich lebhafte Vergangenheit. Seinen Ursprung hat das verspielte Kopfaccessoire im viktorianischen England, wo er als leichte Alternative zum voluminösen Hut getragen wurde. In der Hochzeits- und Pferderennszene des 20. Jahrhunderts erfuhr er dann ein Revival, nicht zuletzt durch Stilikonen, die ihm in der Mode der 70er Jahre zu royaler Popularität verhalfen. Heute gilt der Fascinator als eleganter Stilbruch zu klassischen Frisuren und Outfits. Er ist mehr als nur Schmuck; er ist ein wahres Mode Statement. Und obwohl er oft filigran wirkt, steckt in ihm eine klare Botschaft: Hier hat jemand Lust auf Stil mit Augenzwinkern.
Federn, Netz, Samt? So wandelbar ist der Fascinator
Das Schöne am Fascinator ist seine Vielfalt. Es gibt ihn mit Schleifen, Blüten, Federn, filigranen Netzen oder minimalistischen Elementen aus Satin. Mal opulent, mal dezent, je nachdem, was du ausdrücken willst. Für die standesamtliche Hochzeit im weißen Kleid passt ein Modell in Ivory mit kleiner Schleife, während beim nächsten Garden-Event vielleicht eher ein tiefblauer Hut mit Netzschleier dein Outfit krönt. Kombinieren lässt er sich sowohl mit schlichten Etuikleidern als auch mit ausgefalleneren Looks, etwa einem Jumpsuit mit schmalem Gürtel oder einem eleganten Blazer. Wichtig ist: Der Fascinator übernimmt die Hauptrolle, also darf der Rest gern zurückhaltender bleiben.
Ein Hauch royaler Pflege
Viele Labels arbeiten heute mit recycelten Stoffen, Vintage-Federn oder Restmaterialien aus der Modeproduktion, und das ohne Verzicht auf Glamour. Für die Pflege gilt: Nicht drücken, nicht quetschen. Am besten bewahrst du dein Stück in einer Box auf, damit es seine Form behält. Ein sanftes Ausbürsten reicht meist, um Staub zu entfernen. Und wer weiß, vielleicht hängt dein Fascinator ja irgendwann mal neben einem echten Diadem oder einem edlen Swarovski Ring; verdient hätte er es auf jeden Fall.